Sevilla, Wiege des Flamencos in 2 Tagen

Sevilla, Plaza Espana
Sevilla, Plaza Espana

Sevilla ist die Hauptstadt Andalusiens, berühmt als „Die Wiege des Flamenco“. Was für ein erstaunlicher Ort! Mit dem Schiff in Sevilla anzukommen, ist etwas Besonderes! Es dauert sieben Stunden, um den Fluss Guadalquivir hinaufzufahren, bis man mitten in der Stadt angekommen ist.


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Auf dem Fluss herrscht reges Treiben. Zahlreichen Ruderboote sind in der Stadt unterwegs. Ein Boot fasst bis zu 8 Personen. Auf dem Rückweg kann man am Abend den Sonnenuntergang bewundern. Es ist ein Genuss, wie die Sonne im Flachland Andalusien am Horizont verschwindet (siehe Foto). Übrigens, der Fluss ist mit einer Länge von 657 km der fünftlängste Fluss in Spanien und der längste in Andalusien.

Sonnenuntergang in Sevilla auf dem Fluss Guadalquivir
Sonnenuntergang in Sevilla auf dem Fluss Guadalquivir

Ich hatte zwei wundervolle Tage in Sevilla und erkundete, wie immer, mit dem Bike diese tolle geschichtsträchtige Stadt. In Sevilla finden man den ältesten königlichen Palast Europas, der heute noch in seiner ursprünglichen Funktion Verwendung findet – der Alcazar von Sevilla.

Es wurde von maurisch-muslimischen Herrschern erbaut und von der spanischen Königsfamilie übernommen, die in Sevilla noch heute die oberen Etagen als Wohnsitz nutzt. Diesen Palast sollte man unbedingt sehen! Kaufen Sie die Eintrittskarte schon im Voraus, da sich die Warteschlange vor der Kasse schon oft (ohne zu übertreiben) einmal um die Stadtmauer erstreckte – und dies Ende Oktober. Hier habe ich einen Link zu *GetYourGuide, wo Sie das Ticket auch noch günstig  kaufen können!

Royal Alcázar of Seville
Royal Alcázar of Seville

Weiter geht es mit dem Fahrrad. In Sevilla ist der Fahrradweg einfach toll. Man kommt so einfach von A nach B, ohne Probleme mit dem Straßenverkehr zu bekommen. Die nächste Station meiner Tour führte runter zum Fluss Guadalquivir, wo ich unbedingt den Turm „Torre del Oro“ sehen wollte! Hierbei handelt sich um einen militärischen Turm, der ein Teil der alten Stadtmauer war.

Nicht zu vergessen, es war einmal die wichtigste Hafenstadt Andalusiens. Morgens oder im Laufe des Vormittags sind kaum Touristen unterwegs. Der Eintritt ist sehr günstig, am besten man löst das Ticket zusammen mit dem Hop-On/Hop-Off-Tour – 24/48-Stunden-Ticket. Einfach eine tolle Sache, wenn Sie nicht mit dem Fahrrad fahren möchten. Sie werden überrascht sein, was in den *€ 21,00 alles inbegriffen ist! Einfach auf den Link klicken. Es gibt auch ein tolles Handyticket!

Torre del Oro in Sevilla

Ca. 300 Meter weiter auf dem Fahrradweg bzw. Fußweg findet man die Brücke „Puente de Isabel II“. Sie wird in Sevilla auch liebevoll „Puente de Triana“ genannt. Sie ist eine Straßenbrücke, die den Stadtteil Triana in der Altstadt mit dem Fluss Guadalquivir verbindet.

Ihr fragt euch, was an dieser Brücke so speziell ist? Sie wurde 1852 erbaut und ist die älteste steinerne Brücke in Sevilla. Die Brücke ist auch ein beliebter Platz für frisch verheiratete Paare und somit ein erstklassiges Fotomotiv.

Brücke Puente de Isabel II in Sevilla
Brücke Puente de Isabel II in Sevilla

Gleich oberhalb der Brücke, gegenüber der Straße, findet man den „Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla“. Welch majestätischer Name. Kein Wunder, es ist die berühmte Stierkampfarena mit 12.000 Plätzen.

Jährlich findet hier eines der bekanntesten Stierkampf-Festivals der Welt statt. Übrigens, mit der Eintrittskarte vom Hop-On/Hop-Off-Tour – *24/48-Stunden-Ticket ist der Eintritt um 20% günstiger.

Stierkampfarena - Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla
Stierkampfarena – Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla

Zeit für eine Pause.

Rebujito, Spanisches Erfrischungsgetränk

Der Durst ist groß, rund um die Stierkampfarena gibt es jede Menge Bars, Bodegas genannt. Hier sollte man einen Rebujito trinken! Das ist ein andalusischer Cocktail mit Sherry Manzanilla, der auf Eiswürfeln mit Limonade oder Tonic Water gemixt wird. Nicht zu vergessen, Blätter von der Minze! Ein tolles Erfrischungsgetränk!

 

In der Nähe der Plaza de Toros de Real de Maestranza ging es nach der Pause weiter zum „Hospital de la Caridad“. Ein altes barockes Wohltätigkeitskrankenhaus aus dem Jahre 1674. Hier kümmert man sich immer noch um die Alten und Gebrechlichen.

Sehenswert ist der Eingangsbereich, der alte Ratssaal mit verschiedenen Artefakten von der Bruderschaft Caridad. Es gibt dort wunderschöne Gemälde, Werke der Maler Valdés Leal und ZurbaránIch kenne diese Maler zwar nicht, aber ihre Kunstwerke sind großartig!

Wenn man das Ticket der Hop-On/Hop-Off-Tour – *24/48-Stunden-Ticket hat, ist auch hier der Eintritt frei! Ich finde diese Tickets von *GetYourGuide einfach toll: Preisgünstig, kein Anstellen mehr und eine große Angebotspalette.

Wohltätigkeitskrankenhaus, Hospital de la Caridad
Wohltätigkeitskrankenhaus, Hospital de la Caridad“ in Sevilla

Die kleinen Gassen gleich neben der Kathedrale und auf der wunderschönen Avenida de la Constitución“ mit den kleinen Bodegas und Tapas Bars sind einzigartig. Hier kann man das tolle spanische Flair Sevillas aufsaugen und es lädt so richtig zum Flanieren ein.

Gleich am Ende der Avenida de la Constitución“ findet man ein altes Gebäude aus dem Mittelalter, auch „Edificio La Adriática“ genannt. Es ist nicht zu verfehlen! Ein markantes Bauwerk mit herrlicher Fassade. Die kunstvolle Eisenverarbeitung an den Gittern, die mit Kacheln geschmückte Fassade, sowie die Lage lassen das Bauwerk zu etwas Besonderem werden.

Hier muss man sich für ein Foto in einer Warteschlange anstellen. Im unteren Foto rechts ist das Westtor der Kathedrale von Sevilla zu sehen. Direkt gegenüber befindet sich eine Cafe-Bar. Hier kann man verweilen und sich bei hausgemachtem Eis die Kathedrale mit der tollen Fassade von außen anschauen.

Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kirche Spaniens und eine der größten Kirchen der Welt. Sie wurde 1401–1519 erbaut, steht seit 1928 unter Denkmalschutz und gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Kathedrale von Sevilla
Die Kathedrale von Sevilla

Für mich hat diese Kathedrale etwas ganz Besonderes, sie beherbergt die Grabstätte von Christoph Kolumbus (siehe Fotos unten). Im Sarg des Seefahrers und Entdeckers befinden sich zirka 150 g von seinen Gebeinen. Im Mai 2006 wurde durch einen DNA-Vergleich bestätigt, dass die Gebeine in Sevilla von Christoph Kolumbus stammen.

 Christoph Kolumbus hatte 1492 Amerika entdeckt. Diese Tatsache fasziniert mich heute noch. Ein MUSS für Ihren nächsten Besuch ist die Kathedrale von Sevilla allemal. Die Eintrittskarte ist supergünstig, da auch ein Besuch des Turm „Giralda“ inbegriffen ist. Hier geht es gleich zum *TICKET!

Das Grabmal von Christoph Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla
Das Grabmal von Christoph Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla

Bei diesen Anblick bekommt man eine Gänsehaut. Das Grabmal von Christoph Kolumbus wurde 1902 errichtet. Es befinden sich zirka 150 g seiner Gebeine im Sarg. Die vier Sargträger verkörpern die Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra.

Die vier Sargträger verkörpern die Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra.Grabmal Christoph Kolumbus
Die vier Sargträger verkörpern die Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra.Grabmal Christoph Kolumbus

Der Glockenturm „La Giralda“ (im *TICKET inbegriffen) ist das ehemalige Minarett der Moschee von Sevilla. Sie wurde im 15. Jahrhundert niedergerissen und als spätgotische Kathedrale neu erbaut. Sie ist auch das Wahrzeichen von Sevilla.

Das Highlight von Sevilla ist der wunderschöne Parque de María Luisa“. Für mich fast schon ein kleiner grüner Wald inmitten der Stadt. Im Park wurden 1929 zur Iberoamerikanischen Ausstellung die Plaza de España und die Plaza de América erstellt. Es ist ein Treffpunkt für jedermann. Ich persönlich liebe die Springbrunnen im Park. Während meines zweitägigen Aufenthalts war ich des Öfteren dort.

Man findet Ruhe und Frieden, und vor allem ist es schattig unter den Bäumen.

Plaza de España in Sevilla Spanien
Plaza de España in Sevilla Spanien

„Plaza de España“! Mir hat es die Sprache verschlagen, als ich dieses riesige halbrunde Gebäude gesehen habe. Nachforschungen haben ergeben, dass es unter dem Architekten Aníbal González Álvarez-Ossorio errichtet wurde. Leider starb der Architekt am 31. Mai 1929, er konnte sein Meisterwerk nur für kurze Zeit genießen.

Man sagt, dass es eine 170 m breite Umarmung darstellt, dass es also quasi Sevilla und seine Einwohner in die Arme nimmt. Rund um den Plaza ist ein 500 Meter langer Kanal, den man mit dem Ruderboot erkunden kann.

Ein romantischer Ort für Paare. Leider war ich alleine dort, ansonsten hätte ich mir auch ein Boot gemietet. Vielleicht beim nächste Mal?

Plaza de España Sevilla Spanien
Plaza de España Sevilla Spanien

Man sollte das Bauwerk genau unter die Lupe nehmen! Die Wände sind ausgestattet mit Kacheln und diese sollen aus insgesamt 49 spanische Provinzen stammen. Dieses Meisterwerk hat schon viele Menschen angezogen und auch Hollywood war schon hier. Hier wurden die Filme „Lawrence von Arabien“ oder „Star Wars Episode II“ gedreht.

Das war für mich ein Anlass, diese Filme nochmals anzuschauen. Im unteren Bild sieht man den Vicente-Traver-Brunnen. Ich empfehle, am Abend vorbeizuschauen. Sie werden begeistert sein, bei all den Lichtern.

Plaza de España in Sevilla mit dem tollen Springbrunnen
Plaza de España in Sevilla mit dem tollen Springbrunnen

Das war noch nicht alles, was in diesem wundervollen Park zu entdecken ist. Am Plaza de América findet man den Mudéjar Pavilion mit dem Museum of Arts und Popular Customs.

Museum of Arts und Popular Customs in Sevilla Spanien
Museum of Arts und Popular Customs in Sevilla Spanien

Das Archäologische Museum mit dem großartigen Brunnen ist eines von mehreren Museen auf der Plaza de América. Diese wurden 1867 eröffnet. So viel Geschichte –  und das in zwei Tagen!

Archäologische Museum in Sevilla
Archäologische Museum in Sevilla

Nach zwei Tagen in Sevilla, etwas müde, aber voll mit neuen Erfahrungen, durfte natürlich auch ein Besuch in einer der besten Bodegas nicht fehlen. Ich rede hier von meiner Lieblings-Tapas-Bar mit dem klingenden Namen „Postiguillo“. Die spanischen Tapas, die tolle Sangria, das Ambiente – da kommt Stimmung auf.


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